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Beim Bau oder der Renovierung eines Daches werden oft die Deckung, die Balken oder die Dämmung gelöst – aber eine ebenso wichtige Rolle spielen auch Dachfolien und -bänder. Gerade sie entscheiden darüber, ob das Dach tatsächlich dicht, trocken und über viele Jahre funktionsfähig bleibt. In diesem Artikel erklären wir Ihnen verständlich, welche Folientypen es gibt, wozu sie dienen und wie Sie diese richtig verkleben, damit Sie überflüssige Fehler vermeiden. Inhalt:
Warum sind Dachfolien so wichtig?Dachfolien bilden eine wichtige Schicht jedes Daches und erfüllen gleich mehrere Schlüsselaufgaben:
Damit sie aber wirklich funktionieren, müssen sie richtig ausgewählt, verlegt und sorgfältig abgedichtet werden. Überblick über die Grundtypen von DachfolienAuf den ersten Blick sehen alle Dachfolien ähnlich aus – dünne Rollen in Grautönen, Schwarz oder Grün. Doch die Unterschiede zwischen ihnen sind entscheidend. Jeder Folientyp hat eine andere Funktion, anderen Platz in der Konstruktion und andere Eigenschaften. Wenn Sie die falsche Art wählen, können Sie das Dach regelrecht "versiegeln" und riskieren Feuchtigkeit, Schimmelbildung oder unnötige Wärmeverluste.
Kontakt-/Nichtkontakt-Dampfbremsfolie – worin besteht der Unterschied? Bei der Wahl der diffusionsoffenen Folie werden Sie auf die Begriffe „Kontakt- und Nichtkontakt-“ oder auch „hochdiffusiv“ und „niedrigdiffusiv“ stoßen. Der Unterschied liegt nicht nur im Namen, sondern vor allem darin, wo in der Konstruktion sie sicher eingesetzt werden dürfen. Kontakt-Dampfdiffusionsfolien (hochdiffusiv) haben einen sehr niedrigen Sd-Wert (ca. 0,02 m oder weniger) und können direkt auf die Wärmedämmung oder Schalung gelegt werden. Sie sind dampfdurchlässig und gleichzeitig wasserdicht – sie lassen Feuchtigkeit nach außen durch, aber kein Wasser hinein. Ideal für moderne Konstruktionen mit Dämmung zwischen den Sparren. Nichtkontakt-Dampfdiffusionsfolien (niedrigdiffusiv) haben einen höheren Sd-Wert (0,2–2 m und mehr) und darf nicht direkt mit der Dämmung in Kontakt kommen. Zwischen Folie und Dämmung muss ein belüfteter Zwischenraum (z. B. durch Konterlatten) vorhanden sein, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Sie werden meist in älteren Konstruktionen oder dort eingesetzt, wo eine ausreichende Belüftung unter der Folie gewährleistet ist. Wichtige Regel: Wenn Sie nicht sicherstellen können, dass unter der Folie ein belüfteter Zwischenraum entsteht, wählen Sie eine hochdiffusive Kontaktvariante. Nur diese kann sicher direkt auf der Dämmung verlegt werden. Wie wählt man die richtige Folie je nach Dachtyp?Die Auswahl hängt hauptsächlich davon ab, welcher Dachaufbau geplant ist, wo die Dämmung platziert und welche Materialien verwendet werden sollen. Im Folgenden geben wir Ihnen Empfehlungen für die richtige Folienkombination je nach Bau- oder Sanierungsart. Hier findet sich auch ein Überblick über die gängigsten Fälle und die empfohlenen Schichtaufbauten. 1. Satteldach mit Zwischensparrendämmung (häufigste Lösung) Dieser Aufbau ist ideal für Neubauten und gängige Renovierungen, bei denen die Dämmung zwischen die Sparren eingelegt wird.
2. Dach ohne Dämmung (z. B. über dem Dachboden) Wenn unter dem Dachboden kein Wohnraum vorgesehen ist, reicht eine Grundfolie, die die Konstruktion schützt und Schnee oder Staub unter den Dachziegeln auffängt.
3. Flachdach oder Dach mit Blecheindeckung Bei Flachdächern und Metalldächern ist der Schichtaufbau anspruchsvoller, da diese sich schneller aufheizen und mehr Kondensation auftritt. Gute Dampfsperre und widerstandsfähige Unterlagebahnen sind absolut notwendig.
4. Dach mit Aufsparrendämmung (moderne Holzrahmenbauweise) Diese Schichtaufbau wird oft in Passiv- und Energiesparhäusern verwendet, wo auf die Minimierung von Wärmebrücken Wert gelegt wird.
STREFA TIPP: Halten Sie sich stets an die Empfehlungen des Herstellers der Dachfolie und der Deckung. Einige Deckungen (z. B. Blech) benötigen andere Folientypen als klassische Ziegel – und die richtige Kombination kann die Gültigkeit der Herstellergarantie beeinflussen. Wozu dienen Klebebänder und warum sollte man sie nicht vergessen?Mit der richtigen Folie ist die Arbeit noch nicht getan. Damit die gesamte Konstruktion wie vorgesehen funktioniert, müssen die einzelnen Schichten fest verbunden und abgedichtet werden – und hier kommen Klebebänder ins Spiel. Sie sichern die Dichtigkeit der Fugen, verhindern das Eindringen von Feuchtigkeit und verlängern die Lebensdauer des Gesamtaufbaus. Ohne sie wäre selbst die beste Folie nur ein halber Schutz. Klebebänder unterscheiden sich im Material, Verwendungszweck und Einsatzort. Einige sind zum Verbinden von Bahnenüberlappungen gedacht, andere zur Befestigung auf Balken oder Schalung und weitere helfen bei Durchdringungen, Reparaturen oder Übergängen zwischen Materialien. Nachfolgend finden Sie eine praktische Übersicht über Klebebänder nach Verwendungszweck, einschließlich konkreter Produkte aus unserem Sortiment, die dafür geeignet sind. 1. Verbindung und Verkleben von Folienschichten und Bahnen Diese Bänder dienen zur Verbindung von zwei Bahnen dampfdurchlässigen Folien oder Dampfsperren – horizontal oder vertikal. Sie sichern Wind- und Wasserdichtigkeit sowie eine stabile Verbindung. Auch für kleine Reparaturen geeignet. Wo verwendet: zwischen zwei Folien in Überlappungs- oder Reparaturbereichen Produkte:
2. Abdichtung an Konterlatten, Nägeln und Befestigungen Bänder für Stellen, an denen die Folie durchstochen wird (z. B. mit Nägeln, Schrauben), oder wo Konterlatten aufgelegt werden. Sie helfen abzudichten und ein Eindringen von Wasser zu verhindern – besonders bei flachen Dachneigungen wichtig. Wo verwendet: zwischen Folie und Konterlatte oder direkt an der Durchdringung Produkte:
3. Anschluss der Folien an Wände, Balken, Schornsteine und andere Konstruktionen Einsatz für dichte Anschlüsse der Folie an umgebende Konstruktionselemente – Mauerwerk, Holz, Beton usw. Die Bänder müssen auf verschiedenen Materialien gut haften und eine langfristige Abdichtung schaffen. Wo verwendet: am Übergang zwischen Folie und anderen Materialien Produkte:
4. Luftdichte und dampfdichte Verbindungen von Dampfsperren Spezielle Bänder, die für dauerhaft dichte Verbindungen bei Dampfsperrschichten, z. B. im Innenbereich, angewendet werden. Sie sichern, dass Feuchtigkeit aus dem Innenraum nicht in die Dämmung eindringt. Wo verwendet: an der Innenseite der Konstruktion (Dampfsperren) Produkte:
STREFA TIPP: Verwenden Sie für diffusionsoffene Folien immer UV-stabile Bänder, wenn sie vorübergehend der Sonne ausgesetzt sind. Für reflektierende Dampfsperren immer Aluminium-Bänder nutzen, diese sichern Dichtigkeit und Wärmereflexion. Hauptregeln und Fehler beim Einsatz von KlebebändernEgal, ob Sie zwei Folienbahnen verbinden, einen Durchbruch um den Schornstein abdichten oder Folie an einen Balken fixieren – stets zählt nicht nur die Wahl des passenden Bands, sondern auch dessen richtige Anwendung. Eine schlecht verklebte Verbindung kann den gesamten Aufbau unwirksam machen, selbst wenn hochwertige Materialien verwendet werden. Damit Sie häufige Fehler vermeiden und ein wirklich dichtes Ergebnis erhalten, halten Sie sich an diese Grundregeln:
Häufige Fehler beim Kleben:
Zusammenfassung des WichtigstenDachfolien und Klebebänder sind unscheinbare, aber entscheidende Elemente jedes Daches. Sie sorgen dafür, dass die Dämmung trocken bleibt, die Konstruktion „atmen“ kann und das Haus Feuchtigkeit und Wind widersteht. Bei der Auswahl der Folie ist der Dachtyp und die Position der Dämmung maßgeblich – während die Dampfsperrfolie innen liegt, gehört die dampfdurchlässige Folie oben unter die Deckung. Ebenso wichtig ist die sorgfältige Verklebung aller Fugen, sei es bei Überlappungen, am Bauanschluss oder bei Durchdringungen um Fenster und Kamine. Die richtige Kombination aus Folie und Klebeband, eine fachgerechte Verlegung und das sorgfältige Abdichten aller Details bestimmen die Funktionstüchtigkeit des Daches – und das nicht nur in den ersten Monaten, sondern auch noch nach zwanzig Jahren. |
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