Wie man Dachfolien und Klebebänder auswählt: Übersicht der Typen und Anwendungen

 Položená střešní fólie

Bei einem Dachbau oder einer Sanierung denkt man oft zuerst an die Eindeckung, Sparren oder Dämmung – doch ebenso wichtig sind die Dachfolien und Klebebänder. Sie entscheiden nämlich darüber, ob das Dach langfristig dicht, trocken und funktional bleibt. In diesem Artikel erklären wir Ihnen verständlich, welche Folien es gibt, welche Aufgaben sie erfüllen und womit sie korrekt verklebt werden – damit Sie typische Fehler vermeiden können.


Inhaltsverzeichnis des Artikels

Warum sind Dachfolien so wichtig?

Dachfolien bilden eine unverzichtbare Schicht in jedem Dachaufbau und übernehmen gleich mehrere zentrale Funktionen:

  • Sie schützen die Wärmedämmung vor Wasser, Wind und Staub.
  • Sie unterstützen die Belüftung, indem sie Feuchtigkeit aus dem Gebäudeinneren nach außen ableiten.
  • Sie verlängern die Lebensdauer des Daches, da sie Kondensation und Durchfeuchtung verhindern.
  • Sie bieten einen vorübergehenden Schutz des Gebäudes, bevor die Dacheindeckung verlegt wird.

Damit sie jedoch zuverlässig funktionieren, müssen Dachfolien richtig ausgewählt, fachgerecht verlegt und sorgfältig abgedichtet werden.


Überblick über die gängigen Arten von Dachfolien

Auf den ersten Blick sehen alle Dachfolien ähnlich aus – dünne Rollen in Grau-, Schwarz- oder Grüntönen. Doch die Unterschiede sind entscheidend: Jeder Folientyp erfüllt eine andere Funktion, wird an einer anderen Stelle im Dachaufbau eingesetzt und hat unterschiedliche technische Eigenschaften. Wenn Sie die falsche Folie wählen, kann das Dach „versiegelt“ werden – was zu Feuchtigkeitsproblemen, Schimmelbildung oder unnötigen Wärmeverlusten führen kann.  

Foliensorte Funktion Einsatzort Schlüsseleigenschaften
Diffusionsoffene Folie Schützt die Dämmung von oben, lässt Feuchtigkeit entweichen Unter der Dacheindeckung, über der Dämmung Diffusionsoffen, wasser- und winddicht
Dampfsperre (Dampfbremse) Verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit aus dem Innenraum in die Dämmung Auf der Innenseite unter der Dämmung (z. B. unter Gipskarton) Dampfdicht, luftdicht
Reflektierende Dampfsperre Reflektiert zusätzlich Wärme zurück in den Innenraum Wie die klassische Dampfsperre Dampfdicht + Aluminiumschicht zur Wärmereflexion
Unterdeckbahn (bituminös) Sorgt für eine zusätzliche Abdichtung unter bestimmten Dacheindeckungen Direkt unter Bitumenschindeln oder Metalldach Schwerer, mechanisch robust, oft selbstklebend oder verschweißbar

 

Položení IKO podkladového pásu

Montage der Unterdeckbahn IKO Armourbase PRO auf Holzschalung.

 

Kontakt- vs. Nichtkontakt-Dachfolie – worin liegt der Unterschied?

Bei der Auswahl einer diffusionsoffenen Folie stoßen Sie auf die Begriffe „kontakt“ und „nicht kontakt“ (manchmal auch „hochdiffusionsoffen“ und „niedrig diffusionsoffen“). Der Unterschied liegt nicht nur in der Bezeichnung, sondern vor allem darin, wo sie im Dachaufbau sicher eingesetzt werden dürfen.

Kontaktfolien (hochdiffusionsoffen) haben einen sehr niedrigen Sd-Wert (ca. 0,02 m oder weniger) und dürfen direkt auf der Wärmedämmung oder Schalung aufliegen. Sie sind dampfdurchlässig und gleichzeitig wasserdicht – sie lassen Feuchtigkeit nach außen entweichen, aber kein Wasser eindringen. Ideal für moderne Dachaufbauten mit Zwischensparrendämmung.

Nichtkontaktfolien (niedrig diffusionsoffen) haben einen höheren Sd-Wert (0,2–2 m oder mehr) und dürfen nicht direkt mit der Dämmung in Kontakt kommen. Zwischen Folie und Dämmung muss eine belüftete Luftschicht vorhanden sein (z. B. durch Konterlatten), damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Sie werden hauptsächlich bei älteren Dachaufbauten oder bei gesichert belüfteten Konstruktionen verwendet.

Wichtige Regel: Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob unter der Folie eine ausreichende Hinterlüftung vorhanden ist, wählen Sie eine hochdiffusionsoffene Kontaktfolie. Nur diese darf direkt auf der Dämmung verlegt werden.

Wie wählt man die richtige Folie je nach Dachtyp?

Die Auswahl hängt vor allem davon ab, welche Art von Dach Sie bauen, wo die Dämmung angebracht ist und welche Materialien Sie verwenden möchten. Im nächsten Abschnitt zeigen wir Ihnen, wie Sie die richtige Folienkombination je nach Neubau oder Sanierung auswählen. Hier finden Sie eine Übersicht der häufigsten Anwendungsfälle und empfohlene Schichtaufbauten.

1. Steildach mit Zwischensparrendämmung (häufigste Lösung)

Diese Konstruktion ist ideal für Neubauten und gängige Sanierungen, bei denen die Dämmung zwischen den Sparren liegt.

Außen (über der Dämmung) Diffusionsoffene Folie mit niedrigem Sd-Wert (bis 0,02 m)
Idealerweise 3–4-lagig, mit Flächengewicht von 130–160 g/m²
Innen (unter der Dämmung) Dampfsperre (Sd-Wert über 100 m)
Fugen sorgfältig mit Dichtband verkleben

2. Dach ohne Dämmung (z. B. über einem unbeheizten Dachboden)

Wenn der Dachboden nicht als Wohnraum genutzt wird, genügt eine einfache Folie, die die Konstruktion schützt und Schnee oder Staub unter den Ziegeln zurückhält.

Außen (über der Dämmung) Günstige diffusionsoffene Folie oder einfache Unterdeckbahn
Innen (unter der Dämmung) Keine Dampfsperre erforderlich, da der Dachraum unbeheizt ist

3. Flachdach oder Dach mit Blechdeckung

Bei Flach- und Metalldächern ist der Schichtaufbau anspruchsvoller, da sich diese Dächer stärker aufheizen und Kondensation häufiger auftritt. Eine gute Dampfsperre und eine widerstandsfähige Unterdeckbahn sind hier unerlässlich.

Außen (über der Dämmung)  Bituminöse Unterdeckbahn oder spezielle Folie für Metalldächer
Innen (unter der Dämmung) Dampfsperre, die das Eindringen von Wasserdampf aus dem Innenraum verhindert

4. Dach mit Aufsparrendämmung (moderne Holzbauweise)

Dieser Aufbau wird häufig bei Passiv- und Niedrigenergiehäusern verwendet, bei denen Wärmebrücken möglichst vermieden werden sollen.

Außen (über der Dämmung) Diffusionsoffene Folie mit hoher mechanischer Belastbarkeit (für vollflächige Schalung)
Innen (unter der Dämmung) Reflektierende Dampfsperre zur Verbesserung der Wärmedämmung

STREFA-TIPP: Beachten Sie stets die Empfehlungen des Folien- und Dachdeckungsherstellers. Einige Eindeckungen (z. B. Blechdächer) erfordern einen anderen Folientyp als klassische Ziegel – und die richtige Schichtung kann auch Einfluss auf die Garantie haben.

Wofür werden Klebebänder verwendet – und warum sind sie so wichtig?

Mit der richtigen Dachfolie allein ist es nicht getan. Damit die Konstruktion langfristig funktioniert, müssen die einzelnen Schichten sicher verbunden und abgedichtet werden – und genau hier spielen Klebebänder eine entscheidende Rolle. Sie sorgen für dichte Verbindungen, verhindern das Eindringen von Feuchtigkeit und verlängern die Lebensdauer des gesamten Dachaufbaus. Ohne sie wäre selbst die beste Folie nur ein halber Schutz.

Verklebung der reflektierenden Folie

Für eine sichere und dauerhafte Verbindung empfiehlt sich der Einsatz einer Andrückrolle.

Klebebänder unterscheiden sich je nach Material, Verwendungszweck und der genauen Position, an der sie angebracht werden. Einige dienen dem Verbinden von Überlappungen, andere der Fixierung an Sparren oder Schalungen, und wieder andere helfen bei Durchdringungen, Reparaturen oder Übergängen zwischen Materialien.

Nachfolgend finden Sie eine praktische Übersicht der Klebebänder nach ihrem Verwendungszweck, einschließlich konkreter Produkte aus unserem Sortiment, die sich für den jeweiligen Verbindungstyp eignen.

1. Verbindung von Folienüberlappungen und Folienbahnen

Diese Bänder dienen dem Verbinden von zwei Bahnen Diffusionsfolien oder Dampfbremsen – sowohl horizontal als auch vertikal. Sie sorgen für Wind- und Wasserdichtheit sowie eine stabile Verbindung. Auch für kleinere Reparaturen von Beschädigungen geeignet.

Typische Anwendung: zwischen zwei Folienlagen an Überlappungsstellen oder bei Reparaturen

Produkte:

  • Jutadach SP 38 – Verklebung von Diffusionsfolien (horizontal und vertikal)
  • Jutafol SP1 – Verklebung der Dampfbremsen Jutafol N und Jutafol N AL

2. Abdichtung an Konterlatten, Nägeln und mechanischer Befestigung

Bänder für Stellen, an denen die Folie durchdrungen wird (z. B. mit Nägeln oder Schrauben) oder an denen Konterlatten montiert werden. Sie helfen, die Konstruktion abzudichten und schützen vor eindringendem Wasser – besonders wichtig bei geringer Dachneigung.

Typische Anwendung: zwischen Folie und Konterlatte oder direkt an der Durchdringung

Produkte:

  • Jutafol TPK – Schaumdichtband unter Konterlatten
  • Jutadach TPK Super – Abdichtung von Nagel- und Schraubdurchdringungen, Schutz gegen Wassereintritt

3. Anschluss der Folien an Wände, Balken, Schornsteine und andere Bauteile

Verwendet für die dichte Verbindung der Folie mit angrenzenden Bauteilen – Mauerwerk, Holz, Beton usw. Die Bänder müssen gut auf unterschiedlichen Materialien haften und eine langfristige Dichtigkeit gewährleisten.

Einsatzbereich: an Übergängen zwischen Folie und anderen Materialien

Produkte:

4. Luft- und dampfdichte Verbindungen von Dampfbremsen

Spezielle Bänder, die für dauerhaft dichte Verbindungen in Dampfbrems-Schichten, z. B. im Innenbereich, konzipiert sind. Sie sorgen dafür, dass Feuchtigkeit aus dem Raum nicht in die Wärmedämmung eindringt.

Einsatzbereich: auf der Innenseite der Konstruktion (Dampfbremsen)

Produkte:

Überklebung von Tackerstellen auf der Dampfbremsfolie

Das Abdichten der Folie nach dem Tackern oder bei kleinen Beschädigungen ist entscheidend für ihre Funktionstüchtigkeit.

STREFA-TIPP: Verwenden Sie bei diffusionsoffenen Folien immer UV-beständige Klebebänder, wenn sie vorübergehend der Sonne ausgesetzt sind. Für reflektierende Dampfbremsen eignen sich Aluminiumklebebänder, die sowohl Abdichtung als auch Wärmereflexion gewährleisten.

Wichtige Grundregeln und typische Fehler bei der Verwendung von Klebebändern

Ob Sie zwei Folienschichten verbinden, eine Durchführung am Kamin abdichten oder die Folie am Balken befestigen – entscheidend ist nicht nur die Wahl des richtigen Klebebands, sondern auch dessen korrekte Anwendung. Eine schlecht verklebte Verbindung kann den gesamten Aufbau beeinträchtigen, selbst wenn Sie hochwertige Materialien verwenden.

Um häufige Fehler zu vermeiden und ein wirklich dichtes Ergebnis zu erzielen, halten Sie sich an diese Grundregeln:

  • Kleben Sie nur auf trockenen, sauberen und fettfreien Untergrund. Staub, Feuchtigkeit oder Holzreste verschlechtern die Haftung.
  • Verwenden Sie Klebebänder, die für den jeweiligen Foliientyp geeignet sind. Nicht alle Materialien haften gut aneinander.
  • Beachten Sie die empfohlene Verarbeitungstemperatur. Die meisten Bänder haften optimal bei +5 bis +40 °C.
  • Drücken Sie das Klebeband fest an. Am besten mit einer Andruckrolle, damit der Kleber auf der gesamten Fläche aktiviert wird.
  • Vergessen Sie nicht das Abkleben von Verbindungen und Durchdringungen. Gerade dort kommt es oft zu Undichtigkeiten und Feuchtigkeitsaustritt.

Nejčastější chyby při lepení:

  • Verwendung von „irgendwelchem“ Klebeband – ein gewöhnliches Universalklebeband hält auf dem Dach nicht lange.
  • Verklebung der Folie auf einem schmutzigen oder feuchten Balken
  • Unzureichender Folienüberlapp
  • Vernachlässigung von Details – z. B. bei Durchdringungen um Balken, Kamine oder Gauben
  • Falsche Wahl des Klebebandtyps

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Dachfolien und Klebebänder sind unscheinbare, aber entscheidende Elemente jedes Dachs. Sie sorgen dafür, dass die Dämmung trocken bleibt, die Konstruktion atmen kann und das gesamte Haus gegen Feuchtigkeit und Wind geschützt ist. Bei der Wahl der Folie kommt es immer auf den Dachtyp und die Lage der Dämmung an – während die Dampfsperre von innen angebracht wird, gehört die diffusionsoffene Folie außen unter die Dacheindeckung.

Ebenso wichtig ist die korrekte Verklebung aller Übergänge – ob Überlappungen, Anschlüsse an Bauteile oder Durchdringungen rund um Fenster und Kamine. Eine gut abgestimmte Kombination aus Folie und Klebeband, fachgerechte Verlegung und sorgfältige Abdichtung der Details entscheiden über die Funktionalität des Dachs – nicht nur in den ersten Monaten, sondern auch noch in zwanzig Jahren.

Erstellt19.08.2025
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