Dachtypen: Worin unterscheiden sie sich und wie wählt man sie aus?

Erstellt11.04.2023

a0Panoramablick auf Hausdächer

Das Dach ist die Zierde eines Hauses, das Sie gleichzeitig optimal vor Witterungseinflüssen schützen muss. Die Wahl des richtigen Dachtyps sollten Sie deshalb sorgfältig treffen. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir für Sie eine Übersicht erstellt, in der Sie Eigenschaften, Vorteile und Nachteile der einzelnen Typen finden.


Im Artikel finden Sie:

Welche Dachtypen gibt es?

Der Dachtyp wird nicht nur aus ästhetischen Gesichtspunkten gewählt, sondern sollte auch die Lage des Gebäudes und insbesondere den benötigten Dachbodenraum berücksichtigen.

Dächer lassen sich nach verschiedenen Kriterien einteilen. Nach der Anzahl der Schalen gibt es:

  • Ein-Schalen-Dächer – der gängigste Typ. Dank moderner Wärmedämm- und Abdichtungsmaterialien eignen sie sich sehr gut für Wohngebäude und weitere Zwecke, sofern keine erhöhte Luftfeuchtigkeit (über 60 % relative Luftfeuchte) vorliegt.
  • Mehrschalige, insbesondere Zwei-Schalen-Dächer – typisch für größere öffentliche oder Zweckbauten. Die obere Schicht dient als Schutz- und Abdichtungsschicht, die untere zur Wärmedämmung. Der Raum zwischen den Schichten wird belüftet.

Eine weitere Einteilung gilt nach der Dachneigung:

  • Flachdach mit Neigung bis zu 5°
  • Schrägdach mit Neigung bis zu 45°
  • Steildach mit Neigung über 45°

In unserem Artikel konzentrieren wir uns jedoch auf die Dachtypen nach Form, ihre Vor- und Nachteile sowie Einsatzmöglichkeiten. Es gibt neben den unten genannten auch viele Mischformen.

Das Satteldach ist der meistgenutzte Dachtyp

Das Satteldach gehört zu den grundlegend einfachen Dachtypen und ist der am weitesten verbreitete Typ in der Tschechischen Republik. Es findet sich sowohl bei freistehenden Einfamilienhäusern als auch in Reihenhausbebauung und bei Landhäusern in Hochlagen.

Ein Satteldach besteht aus zwei geneigten Dachflächen, die am Grat verbunden sind, und zwei Giebeln. Es gibt auch das umgekehrte Satteldach, bei dem sich die beiden Flächen in einer Kehle treffen. Meist handelt es sich um eine ein- oder zweischalige Konstruktion, dreischalige Satteldächer sind aber auch möglich.

Haus mit Satteldach

Die Neigung des Satteldachs hängt vom verwendeten Dachbelagsmaterial und von der Nutzung des Dachraums ab. Das Mindestgefälle für ein Satteldach ohne Dachausbau beträgt 5°, ist jedoch vom gewählten Dachbelag abhängig. Für einen ausgebauten Dachraum ist ein Neigungswinkel von 35°–45° ideal, um angenehmes Wohnen und einen guten Ablauf des Regenwassers zu den Dachrinnen zu gewährleisten.

Vorteile des Satteldachs:

Nachteile des Satteldachs:

  • Nutzung des Dachraumes ist durch die Neigung begrenzt.

Das Walmdach hat keine Giebel

Das Walmdach ähnelt konstruktiv dem Satteldach, hat aber an den beiden Enden statt eines Giebels zwei geneigte Walmdachflächen (Walm). Insgesamt ergeben sich vier schräge Flächen, davon sind zwei trapezförmig und zwei dreieckig.

Es gibt auch ein Halbwalmdach, bei dem an den Schmalseiten zumindest noch teilweise ein Giebel erhalten bleibt.

Das Walmdach ist wegen seiner eleganten Optik vor allem bei freistehenden Einfamilienhäusern beliebt. Es kann praktisch mit jedem Dachmaterial eingedeckt werden und ist ideal für Gebiete mit starkem Regen und Wind. Der Neigungswinkel der Walme beträgt für Regionen mit mäßigem Niederschlag 5° bis 40°, für anspruchsvollere Bedingungen 40° bis 60°.

Haus mit Walmdach

Was den Wohnraum im Dach betrifft, so ist dieser beim Walmdach etwas eingeschränkter. Gemäß den Vorschriften für Räume mit schrägen Decken nach der tschechischen Verordnung Nr. 268/2009 und ČSN 73 4301 kann nur der mittlere Teil des Dachraumes zum Wohnen genutzt werden.

Vorteile des Walmdachs:

  • besserer Schutz vor Witterung,
  • elegantes Design,
  • gemütlicheres Gefühl im Dachraum.

Nachteile des Walmdachs:

  • kompliziertere Konstruktion,
  • höhere Ausführungskosten,
  • eingeschränkte Nutzung des Dachraumes zum Wohnen,
  • fehlende Giebelwände für Fenster und Belichtung des Dachraums.

Das Pultdach ist der einfachste Typ

Das Pultdach besteht aus einer einzigen, geneigten Dachfläche. Die Neigung kann zwischen 5° und 45° liegen, wobei ein steileres Gefälle einen besseren Wasserabfluss zu den Dachrinnen ermöglicht. Pultdächer sind bei modernen Passiv- und Energiesparhäusern beliebt, da sie die Heizkosten senken. Ebenfalls geeignet für Garagen oder Pergolen. Die Konstruktion ist sehr einfach und schnell, der Eigenbau ist gut machbar.

Die Dachfläche sollte auf der Wetterseite liegen, während die erhöhte Fläche mit Fenstern auf der Sonnenseite sein sollte. Für Pultdächer empfehlen wir leichtes Metalldach, Bitumenschindeln oder Faserzementschablonen. Vermeiden Sie schwere Betonziegel oder Tonziegel.

Haus mit Pultdach

Vorteile des Pultdachs:

  • einfache Konstruktion,
  • niedrige Baukosten,
  • geringerer Energiebedarf zum Heizen,
  • geeignet für Solarsysteme.

Nachteile des Pultdachs:

  • bei niedriger Neigung können Probleme mit Wasserabfluss oder Schnee auftreten,
  • nicht geeignet für Bergregionen.

Das Zeltdach ermöglicht kaum Wohnraum im Dach

Das Zeltdach ähnelt dem Walmdach, hat jedoch keinen Dachfirst. Die dreieckigen Dachflächen laufen im Scheitelpunkt zusammen und bilden eine vierseitige Pyramide. Eine Variante ist das Pyramidendach mit steilerer Neigung. Standardmäßig bestehen beide Typen aus vier Dachflächen.

Das Zeltdach findet man vor allem auf Häusern mit quadratischem Grundriss und bei eingeschossigen Bungalows, außerdem ist es bei Pavillons, Pergolen und anderen Überdachungen beliebt. Es hat oft eine niedrigere Neigung, daher kann der Dachraum nur als Stauraum genutzt werden. Das Dachmaterial sollte auf die geringere Dachneigung abgestimmt werden.

Haus mit Zeltdach

Vorteile des Zeltdachs:

  • einfache Konstruktion,
  • ästhetisches architektonisches Element,
  • Möglichkeit von Dachüberständen zur Fensterbeschattung,
  • Schutz des Raums unter dem Dach von allen Seiten.

Nachteile des Zeltdachs:

  • kleinerer Dachraum,
  • aufwendigere Verlegung der Dachdeckung mit größerem Materialverlust.

Das Mansarddach bietet eine originelle Geometrie

Hierbei handelt es sich im Prinzip um eine Variante des Satteldachs, bei dem jede geneigte Dachfläche zwischen Grat und Traufe einmal abgeknickt ist. Während die untere Dachschräge steiler ist, ist die obere flacher. Der Raum unter diesem Dach wird Mansarde genannt.

Das Mansarddach wird oft mit Fenstern und Balkonen kombiniert, was dem Haus Einzigartigkeit verleiht. Typischerweise sieht man das Mansarddach bei älteren Ein- und Mehrfamilienhäusern und Villen. Heute findet dieser Dachtyp vor allem bei Sanierungen Verwendung, wenn der Ausbau einer weiteren Etage vermieden werden soll, was die Nutzung des Dachraums erhöht.

Man unterscheidet zwei Arten:

  • echtes Mansarddach, bei dem der untere Teil hinter die Fassadenebene zurücktritt,
  • unechtes Mansarddach, bei dem es sich eigentlich um ein Sattel- oder Walmdach handelt, auf das die Ziegelverlegung des Obergeschosses übergeht.

Haus mit Mansarddach

Früher wurden Mansarddächer vorrangig mit Tondachziegeln oder Schindeln gedeckt. Heute können alle für eine größere Dachneigung geeigneten Materialien verwendet werden. Bei der unteren, steileren Dachfläche liegt die Neigung meist zwischen 60° und 80°, bei der oberen zwischen 30° und 50°.

Vorteile des Mansarddachs:

  • bessere Nutzung des Wohnraums im Dach,
  • originelles Aussehen.

Nachteile des Mansarddachs:

  • aufwendigere Konstruktion,
  • höhere Ausführungskosten.

Wie wählen?

Jetzt kennen Sie die Dachtypen für Einfamilienhäuser und andere Gebäude. Worauf sollten Sie also achten, wenn Sie zwischen Sattel- und Walmdach wählen oder ganz andere mögen?

Hinsichtlich der finanziellen Möglichkeiten haben wir die Dachformen von der günstigsten zur teuersten sortiert.

  1. Sattel- und Pultdach.
  2. Zeltdach bzw. Pyramidendach.
  3. Walm-, Halbwalmdach und Mansarddach.

Entscheidend ist natürlich auch, ob Sie einen bewohnbaren Dachraum haben möchten. Wenn ja, sind Mansarddach und Satteldach am besten geeignet, wobei beim Satteldach die Dachneigung eine große Rolle spielt. Weniger geeignet sind Walm-/Halbwalmdächer, bei Pult- und Zeltdach muss man auf Wohnflächen unter dem Dach verzichten.

Achten Sie auf Qualität

Egal, welchen Dachtyp Sie wählen, verwenden Sie nur Materialien von geprüften Herstellern und suchen Sie erfahrene Handwerker. Das Dach sollte einiges aushalten. Viele hochwertige Produkte finden Sie bei uns – starten Sie sorgenfrei Ihren Einkauf am besten gleich jetzt.

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